Kompensation der Russlandsperren durch neue Märkte und Produkte

ALPENRIND fährt eine Vorwärtsstrategie als Kompensation für den Wegfall des Russlandgeschäfts: Neue Märkte sollen erschlossen, die Inlandsnachfrage erhöht und die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette mit Handel und Landwirten verstärkt werden.

Minister Rupprechter bei ALPENRIND Salzburg
(v.l.): Ing. Mag. Roland Ackermann (ALPENRIND-Geschäftsführer), Gerald Hellweger, (Commercial Director OSI Europe und ALPENRIND-Beirat), Erik Schöttl (Managing Director OSI Foodworks Europe und Alpenrind-Beirat), DI Andrä Rupprechter (Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) und Franz Eßl (Präsident LWKS, Abgeordneter zum Nationalrat).



Russlandsperre kostet 800.000 Euro Ertrag

Die Russlandsperre bringt ALPENRIND eine Ertragseinbuße von rund 800.000 Euro mit sich, rechneten Erik Schöttl, Managing Director OSI Foodworks Europe, Gerald Hellweger Commercial Director OSI Europe sowie Ing. Mag. Roland Ackermann, Geschäftsführer der ALPENRIND GmbH den Landwirtschaftspolitikern vor. Der Geschäftsausfall kann bzw. soll durch die Erschließung neuer Märkte und der Steigerung der Inlandsnachfrage kompensiert werden.

Im inländischen Lebensmitteleinzelhandel werde derzeit bereits zu 100 % österreichische Ware verwendet, erläuterte Hellweger. Eine Steigerung der Nachfrage innerhalb Österreichs könne also nur durch eine Erhöhung des Inlandsanteils beim Außer-Haus-Verzehr erfolgen. Die diesbezüglichen Überlegungen wurden Landwirtschaftsminister Rupprechter vorgestellt.

Erhöhung der Wertschöpfung durch neue Produkte

ALPENRIND setzt zusätzlich auf die Erhöhung der Wertschöpfung durch intelligente Konzepte zur Veredelung des vorhandenen Rohstoffs Fleisch. So wurde jüngst eine eigene Produktionsschiene für Dry Aged Beef eingerichtet. Bei der Suche nach Möglichkeiten der Veredelung des Rohstoffs werden auch außergewöhnliche Wege beschritten. Zum Beispiel gibt es seit einiger Zeit Schuhe aus Bioleder in Kooperation mit der Firma Meindl, dessen Herkunft bis zum Landwirt nachverfolgt werden kann. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

ALPENRIND arbeitet darüber hinaus seit einigen Jahren bereits an neuen Formen der Zusammenarbeit im Bereich Fleisch mit verschiedenen Handelsketten, um die Qualität der Rohstoffe langfristig zu sichern. Ziel ist es, ein Geschäftsmodell vom Landwirt über den Veredler bis hin zum Handel zu entwickeln, bei dem es eine Win-Win-Win-Situation gibt. ALPENRIND möchte gemeinsam mit dem Handel Mindestpreise für Landwirte garantieren. Hier gibt es schon konkrete Projekte mit McDonalds und Edeka.